Weltcup Liestal

«Das war’s also»

Der VMC Liestal organisierte am 4. November 2017 das erste Mal ein Radball Weltcupturnier. Es war gleichzeitig der letzte Ernstkampf der Oftringer Radballer Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg.

Beide haben vor dem Turnier als ihr Ziel angegeben, dass sie dieses Weltcup Turnier nochmals so richtig geniessen und vor allem guten Radball auf einem hohen Niveau spielen wollen. So dass sie mit einem befriedigenden Gefühl ihr Velo an den berühmten Nagel hängen können. Dieses Vorhaben ist ihnen in allen fünf Spielen ausgezeichnet gelungen. Im ersten Spiel gegen Dorlisheim gerieten sie zwar zu Beginn in Rückstand, konnten aber schön regelmässig ihre Angriffe mit einem Erfolg abschliessen und das Spiel mit 6:2 für sich entscheiden.

Eckball Höchst

Das zweite Spiel gegen die deutschen Meister aus Obernfeld war eine Augenweide. Wunderschöne Passkombinationen und schnelle Spielzüge auf beiden Seiten freuten sowohl die Spieler als auch das Publikum. Leider ging dieses Spiel für die Oftringer mit 2:4 verloren. Gegen die Weltmeistermannschaft der letzten vier Jahre aus Höchst konnten Stadelmann/Zaugg in der ersten Halbzeit zweimal vorlegen. In der zweiten Spielhälfte zeigten die Österreicher aber ihre ganz grosse Klasse und zogen bis zum 2:7 Schlussstand davon.

Das letzte Spiel der Qualifikationsrunde gegen die tschechischen Meister aus Svitavka entschieden die Oftringer dann wieder mit 3:1 für sich und Stadelmann/Zaugg klassierten sich als Gruppendritte für das Spiel um Rang 5 und 6. Dort trafen sie auf die junge Mannschaft aus Sulz/Dornbirn, die U23 Europameister der letzten beiden Jahre. Zu Spielbeginn gingen die Oftringer zweimal in Führung, dann haperte es etwas mit der Genauigkeit und auch mit dem Glück. Trotz enormen Druck auf das gegnerische Tor fehlten die Torabschlüsse. Sulz/Dornbirn hingegen verwandelte beinahe jede ihrer (wenigen) Chancen. Doch das 3:7 Schlussresultat war in diesem letzten Match sowieso nur zweitrangig. Nach dem Abpfiff wurden Rafael Stadelmann und Andreas Zaugg nach 24 gemeinsamen Radball-Jahren mit langen Standing Ovations vom Publikum und den Spielern von der aktiven Radball-Bühne verabschiedet.

Rafael Stadelmann / Andreas Zaugg

Nach dem Turnier auf seine Gefühle angesprochen, meinte Rafael Stadelmann nur lapidar. «das war’s also». Er konnte das Ganze noch gar nicht fassen. Beide Spieler waren aber sehr zufrieden mit dem Verlauf des Turniers, sie konnten noch einmal alle Register ihres Könnens ziehen und guten Radball zeigen. Andi Zaugg ergänzte: «Nach dem Spiel gegen Obernfeld habe ich in der Garderobe geweint vor Freude. Das war Radball wie ich ihn mir zum Abschluss gewünscht habe».

Das Turnier gewannen die Weltmeister aus Höchst vor Altdorf. 6 der anwesenden 10 Mannschaften qualifizierten sich für das Weltcup-Finale am 2. Dezember im deutschen Willich. Der VC Oftringen belegt in der Weltcuprangliste den 11. Rang.

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